EMDR

EMDR ist eine der wirksamsten Methoden zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung. Aufgrund überzeugender Studienergebnisse wurde sie 2006 durch den wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie anerkannt. Auch andere Traumafolgestörungen, wie z.B. die Anpassungsstörung oder die komplizierte Trauer, sowie depressive Störungen oder Ängste lassen sich mit dieser Therapiemethode effektiv behandeln.
Psychische Belastungen (z.B. Unfälle, Bindungstraumata, Erkrankungen, Gewalt, Zeuge von etwas werden) können unser normales Verarbeitungssystem überfordern, so dass „pathologische“ Erinnerungen entstehen, die sich z.B. in Form ungewollter, verwirrender Erinnerungen oder in Träumen ausdrücken („als ob es gerade passiert“). Häufig sind mit diesen Erinnerungen schmerzhafte Gefühle wie Schuld, Scham, Hilflosigkeit oder Trauer verbunden. In Folge dessen beginnen Betroffene, Orte, Situationen, Handlungen und Gespräche zu vermeiden, die mit diese belastenden Erinnerungen assoziiert sind. Darüber hinaus kann eine latente Überaktivierung bestehen, die sich z.B. in Angst, Schlafstörungen oder Konzentrationsmangel zeigt.
Die EMDR-Behandlung setzt an den neurobiologischen Erinnerungsstrukturen an. Durch gezielte, kontrollierte Aktivierung der Erinnerungen und der Selbstheilungssysteme im Gehirn kommt es zu einer neuen, veränderten Verarbeitung der Ereignisse. Die erlebte Belastung durch die Erinnerung reduziert sich deutlich, der Betroffene findet quasi seinen Weg, mit dem Ereignis eine Art „Frieden zu schließen“.
Gute weiterführende Informationen, sowie entsprechend qualifizierte Therapeuten finden Sie unter www.emdria.de.

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